Hast du dich jemals gefragt, über die geheimnisvollen Gerüche, die uns in Innenräumen umgeben? Von dem angenehmen Duft frisch gebackener Waren bis hin zum unangenehmen Gestank bestimmter Chemikalien spielen Gerüche eine bedeutende Rolle in unserer Wahrnehmung der Innenraumluftqualität. Das Komitee für Innenraumrichtwerte (AIR) des Umweltministeriums Deutschlands hat sich mit der Wissenschaft hinter diesen Gerüchen befasst und im Juli einen Abschlussbericht zu Geruchswahrnehmungsschwellen für 20 Innenraumschadstoffe veröffentlicht.
Das ehrgeizige Projekt umfasste die Bewertung der Geruchswahrnehmungsschwellen, der Geruchsstärken und der hedonischen Tonlage für 20 ausgewählte Substanzen in der Umgebungsluft. Die Substanzen reichten von bekannten wie Aceton und Essigsäure bis zu weniger gebräuchlichen Verbindungen wie Benzothiazol und ε-Caprolactam. Das Ziel bestand darin, mehr Informationen zu sammeln, um die Gesundheitsrisiken dieser Substanzen zu bestimmen.
Gemäß der gesundheitlich-hygienischen Bewertung von Gerüchen in der Innenraumluft mit Geruchsführungswerten wurde das erste Konzept vom Komitee für Innenraumrichtwerte (AIR) im Jahr 2014 veröffentlicht. Zu dieser Zeit waren Geruchsführungswerte nur für wenige Substanzen aufgrund weniger vorhandener Geruchswahrnehmungsschwellen (ODT) möglich, weshalb das Ministerium beschloss, diesen Bericht zu fördern.
Einer der Kernaspekte der Forschung bestand darin, die Geruchswahrnehmungsschwellen (ODT) für jede Substanz zu identifizieren. Die ODT wurden gemäß EN 13725 ermittelt, und die Intensitäten wurden anhand der daraus resultierenden Weber-Fechner-Koeffizienten gemäß der Norm VDI 3882-1 ermittelt. Dies ist unseres Wissens nach der umfassendste Text zur Innenraumluftqualität in Bezug auf Geruchsstoffe, den wir kennen.
Vorläufige Tests wurden durchgeführt, um den genauen Übergang der Substanzen in die Gasphase mithilfe der Olfasense Liquid to Gas Vaporiser (LiGaVa)-Methode zu gewährleisten.
Zur Validierung der Ergebnisse wurde die Konzentration geruchsbildender Substanzen an der Nasen-Olfaktometer-Schnittstelle mittels FIS, GC-MS und GC-IMS überprüft.
Die aus diesem bahnbrechenden Projekt gewonnenen Erkenntnisse werden eine entscheidende Rolle bei der Überarbeitung des Bewertungsschemas für zukünftige Geruchsführungswerte (OGV) spielen. Durch die Einbeziehung der ermittelten Geruchswahrnehmungsschwellen, -stärken und hedonischen Töne dieser Substanzen wird das überarbeitete Konzept des AIR verbesserte Richtlinien zur Beurteilung der Innenraumluftqualität liefern. Im März 2023 hat AIR tatsächlich eine überarbeitete Liste von Innenraumschadstoffen und deren Gesundheitsschwellen veröffentlicht.
In diesem Bericht wird auch das neue Konzept der "Odour Conductance" (Geruchskonduktanz) vorgestellt, jedoch werden im Text keine weiteren Details erläutert.
Auf Seite 24 dieses Berichts finden Sie eine Zusammenfassung der durchgeführten Arbeiten in einfacher Sprache.
Laden Sie den Bericht hier herunter
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